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PV + Speicher: Autarkie, Eigenverbrauch und die richtige Dimensionierung

10.000–20.000 Euro Investition, 60–80 % Autarkie mit Speicher — und die direkte Verbindung zur eigenen Wärmepumpe.

10.000–20.000 €
Typische Kosten für PV-Anlage + Speicher
60–80 %
Erreichbare Autarkie mit Batteriespeicher
~11 Jahre
Amortisation über Eigenverbrauch + Einspeisevergütung

Was bringt der Speicher gegenüber einer reinen PV-Anlage?

Eine Photovoltaikanlage ohne Speicher erzeugt Strom genau dann, wenn die Sonne scheint — meist mittags, wenn der Haushaltsverbrauch niedrig ist. Ohne Speicher landet der Großteil des erzeugten Stroms ungenutzt im Netz und wird nur mit der vergleichsweise niedrigen Einspeisevergütung vergütet.

Ein Batteriespeicher fängt den Mittagsüberschuss ab und stellt ihn abends und nachts für den Eigenverbrauch zur Verfügung. Damit lässt sich der Eigenverbrauchsanteil von typischerweise 25–30 % ohne Speicher auf 60–80 % mit Speicher steigern — und genau dieser Eigenverbrauch ist wirtschaftlich deutlich wertvoller als die Einspeisevergütung.

EEG-Einspeisevergütung und 0 % Mehrwertsteuer

Für überschüssigen, ins Netz eingespeisten Strom erhalten Betreiber die gesetzlich garantierte EEG-Einspeisevergütung — ein fester Satz pro Kilowattstunde für 20 Jahre. Seit 2023 gilt zusätzlich 0 % Mehrwertsteuer auf Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Speichern, wenn sie gemeinsam mit der Anlage geliefert werden — eine deutliche Vereinfachung gegenüber der früheren Regelung mit Vorsteuerabzug.

Wer eine reine Finanzierungsfrage klären möchte (Eigenkapital, KfW-Kredit, Leasing), findet eine detaillierte Übersicht unter `/themen/solar-finanzierung`. Diese Seite hier fokussiert auf die Technik, Dimensionierung und Eigenverbrauchsoptimierung.

PV + Speicher in Kombination mit der Wärmepumpe

Wer ohnehin eine Wärmepumpe plant oder bereits betreibt, profitiert besonders von einer PV-Anlage mit Speicher: Der selbst erzeugte Strom kann direkt die Wärmepumpe antreiben, was den WP-Stromtarif teilweise oder vollständig ersetzt. Bei optimaler Dimensionierung lässt sich so ein erheblicher Teil der Heizkosten auf null senken.

Für die Dimensionierung gilt als Faustregel: Pro kWp PV-Leistung lässt sich grob 1.000 kWh Jahresertrag erwarten (je nach Standort und Ausrichtung). Eine Wärmepumpe mit 4.000–5.000 kWh Jahresstromverbrauch braucht entsprechend eine deutlich größere Anlage als ein reiner Haushalt ohne Wärmepumpe.

Speichergröße richtig dimensionieren

Ein zu großer Speicher ist unwirtschaftlich, ein zu kleiner schöpft das Eigenverbrauchspotenzial nicht aus. Als grobe Orientierung gilt: 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch des Haushalts. Für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch sind das etwa 4–6 kWh Speicherkapazität — bei Wärmepumpen-Haushalten entsprechend mehr.

Die Anlagengröße (kWp) sollte sich primär am verfügbaren Dachflächen-Potenzial und nicht allein am aktuellen Verbrauch orientieren — Verbrauch steigt häufig durch E-Auto oder Wärmepumpe in den Folgejahren.

Häufige Fragen zu PV + Speicher

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