klarino.de
Übersicht
Startseite/Themen/Wärmepumpe Kosten
BEG · Wärmepumpe

Wärmepumpe 2026: Kosten, Förderung und wann sie sich lohnt

15.000–25.000 € Investition, bis 70 % BAFA-Förderung, Breakeven in 6–14 Jahren — mit konkreten Zahlen für Ihr Gebäude.

15–25 T€
Typische Anschaffungskosten Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Installation
bis 70 %
BEG-Förderung über BAFA — bei niedrigem Einkommen und Klimabonus
Ø 3–4
COP: Pro Kilowattstunde Strom erzeugt die WP 3–4 kWh Wärme
BEG-Förderung 2026 — Fördersätze im Überblick
Basisförderung
immer
30 %
+ Klimabonus (Gasheizung ersetzen)
wenn Gasheizung
+20 %
+ Einkommensbonus (< 40.000 € HH)
bei Niedrigeinkommen
+30 %
+ iSFP-Bonus
mit Sanierungsfahrplan
+5 %
Maximum: 70 % Förderung (bei Klimabonus + Einkommensbonus + iSFP) auf bis zu 30.000 € förderfähige Kosten.

Was kostet eine Wärmepumpe 2026?

Die Anschaffungskosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (die häufigste Bauform für Bestandsgebäude) liegen 2026 typischerweise zwischen 15.000 und 25.000 Euro inklusive Montage, Hydraulikabgleich und ggf. Pufferspeicher. Das klingt viel — bevor die Förderung greift.

Preisrahmen nach WP-Typ:

• Luft-Wasser-WP (Außenaufstellung): 12.000–22.000 €
• Luft-Wasser-WP (Innenaufstellung/Split): 14.000–26.000 €
• Sole-Wasser-WP (Erdwärme): 20.000–40.000 € (inkl. Bohrung)
• Wasser-Wasser-WP (Grundwasser): 25.000–45.000 €

Dazu kommen ggf. Kosten für die Optimierung des Heizsystems (Heizkörpertausch gegen Niedertemperatur-Heizkörper oder Fußbodenheizung, hydraulischer Abgleich): 3.000–8.000 € je nach Bestand.

BEG-Förderung 2026: Wie viel können Sie abziehen?

Das Bundesförderungs-Effizienzgebäude (BEG) in der Einzelmaßnahmen-Variante über das BAFA ist das zentrale Förderinstrument für den Heizungstausch. 2026 gelten folgende Fördersätze:

• Basisförderung: 30 % der förderfähigen Kosten (max. Bemessungsgrundlage: 30.000 € bei EFH)
• Klimabonus (+20 %): wenn Sie eine Gasheizung durch eine WP ersetzen
• Einkommensbonus (+30 %): bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr
• iSFP-Bonus (+5 %): wenn ein individueller Sanierungsfahrplan vorliegt

Maximale Förderung: 70 % (Basisförderung + alle Boni in Kombination, begrenzt auf die förderfähigen Kosten).

Beispiel: WP kostet 20.000 €, Sie haben Klimabonus und Einkommensbonus:
20.000 × 80 % = 16.000 € Zuschuss → Eigenanteil: nur 4.000 €.

Wichtig: Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. Nachträgliche Anträge werden nicht mehr akzeptiert.

Was kostet der Betrieb? Strom vs. Gas

Die laufenden Betriebskosten einer Wärmepumpe hängen vom COP (Coefficient of Performance) und dem Strompreis ab. Der COP gibt an, wie viel Wärme die WP pro Kilowattstunde Strom erzeugt.

Typische Jahres-COP (SCOP) für Luft-Wasser-WP in Deutschland: 2,8–3,8

Betriebskostenvergleich für 15.000 kWh Heizwärmebedarf (typisches EFH):

• Gasheizung heute: 15.000 kWh × 0,12 €/kWh = 1.800 €/Jahr
• Gasheizung 2030 (Basis-Szenario mit Bio-Treppe + CO₂): ca. 2.800–3.500 €/Jahr
• Wärmepumpe heute (COP 3,2, Strom 0,32 €/kWh): 4.687 kWh × 0,32 = 1.500 €/Jahr
• Wärmepumpe mit WP-Sondertarif (0,22 €/kWh): ca. 1.030 €/Jahr

Mit einem günstigen WP-Sondertarif und einem COP über 3 ist die Wärmepumpe schon heute günstiger im Betrieb als Gas. Ab 2030 wächst der Kostenvorteil erheblich durch die Bio-Treppe.

Ab wann amortisiert sich die Wärmepumpe? (Breakeven)

Der Amortisationszeitpunkt hängt von drei Faktoren ab: Förderung, Strompreis und Gaspreisentwicklung. Typische Szenarien für ein EFH:

• Optimistisch (hohe Förderung, günstiger WP-Strom, steigender Gaspreis): Breakeven nach 6–9 Jahren
• Basis (Standardförderung, Durchschnittsstrom): Breakeven nach 10–14 Jahren
• Pessimistisch (keine Förderung, hoher Strom, niedriger Gaspreis): Breakeven nach 18–22 Jahren

Der klarino WP-Amortisationsrechner berechnet Ihren individuellen Breakeven: Sie geben Investitionskosten, Förderung, aktuellen Strom- und Gaspreis ein — und sehen das genaue Jahr, ab dem die WP günstiger war.

Für welche Gebäude ist eine Wärmepumpe geeignet?

Die häufigste Fehlannahme: „Wärmepumpen funktionieren nur in Neubauten mit Fußbodenheizung." Das stimmt nicht mehr.

Moderne Luft-Wasser-WPs arbeiten effizient bis zu einer Vorlauftemperatur von 55–60 °C — das reicht für die meisten Bestandsheizkörper aus. Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb:

• Gebäudehülle: Je besser gedämmt, desto kleiner (und günstiger) kann die WP dimensioniert werden
• Heizsystem: Niedertemperatur-Heizkörper oder Fußbodenheizung ideal; ältere Plattenheizkörper oft nachrüstbar
• Warmwasserbereitung: Sollte auf die WP umgestellt oder als Kombination mit Brauchwasser-WP gelöst werden
• Außenbereich: Genug Platz für Außeneinheit (mind. 1,5 × 1,5 m); Mindestabstand zu Nachbarn beachten

Empfehlung: Energieberatung beauftragen, damit die WP korrekt auf den tatsächlichen Heizbedarf dimensioniert wird.

Luft, Sole oder Grundwasser — welcher WP-Typ ist der richtige?

Luft-Wasser-Wärmepumpe: Die häufigste Wahl, da keine Erdarbeiten nötig. Außeneinheit entnimmt Energie aus der Außenluft. Effizient bis -20 °C. Bei sehr tiefen Temperaturen sinkt der COP, deshalb oft mit Heizstab kombiniert. Günstigste Installation, aber höchste Betriebskosten im Vergleich zu Erdwärme.

Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): Erdkollektor (Fläche) oder Erdsonde (Bohrung bis 100–200 m Tiefe). Konstantere Temperatur als Luft → höherer COP (4–5 im Jahresmittel). Hohe Investition durch Bohrung (ca. 8.000–15.000 €), aber niedrigere Betriebskosten. Nicht überall ohne Genehmigung möglich.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Grundwasser): Höchster COP (5–6), niedrigste Betriebskosten. Benötigt ausreichend Grundwasserführung und zwei Brunnen. Behördliche Genehmigung erforderlich.

Häufige Fragen zur Wärmepumpe

Amortisation

Breakeven berechnen

Ihr individuelles Breakeven-Jahr auf Basis Ihrer Kosten und Förderung.

Amortisationsrechner →
Förderung

Förderung berechnen

BAFA, §35c und KfW — alle Töpfe in einer Eingabemaske.

Förderrechner →