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Fenstertausch: Kosten, Förderung und wann er sich wirklich lohnt

5.000–15.000 Euro für 3-fach-Verglasung, rund 12 % weniger Verbrauch — steuerlich über §35c EStG absetzbar statt BAFA-Zuschuss.

5.000–15.000 €
Typische Kosten für ein Einfamilienhaus
~12 %
Typische Verbrauchsreduktion durch 3-fach-Verglasung
§35c EStG
Steuerlich absetzbar statt direkter Förderung

Was bringt ein Fenstertausch wirklich?

Alte Fenster mit Einfach- oder älterer Doppelverglasung haben U-Werte von 2,5–5,0 W/(m²K) — moderne 3-fach-Verglasung kommt auf 0,8 oder darunter. Das bedeutet: Über die Fensterflächen geht bei Altbauten oft mehr Wärme verloren als über die ungedämmte Fassade.

Neben der Energieeinsparung verbessert ein Fenstertausch auch den Wohnkomfort spürbar: weniger kalte Zugluft, weniger Kondenswasser an den Scheiben im Winter, besserer Schallschutz zur Straße.

Förderung: Kein BAFA-Zuschuss, aber §35c EStG

Anders als bei Dämmung oder Heizungstausch gibt es für den reinen Fenstertausch aktuell keinen direkten BAFA-Zuschuss. Stattdessen greift die steuerliche Förderung nach §35c EStG: 20 % der Kosten sind über drei Jahre verteilt von der Steuerschuld absetzbar (maximal 40.000 € Abzugsvolumen pro Objekt).

Wichtig: Die Maßnahme muss von einem Fachbetrieb durchgeführt und per Bescheinigung nachgewiesen werden — Eigenleistung wird beim Fenstertausch steuerlich nicht anerkannt, anders als z. B. bei der Dämmung.

Lohnt sich der Tausch ohne Wärmepumpe?

Bei einer bestehenden Gas- oder Ölheizung ist die Amortisation mit rund 22 Jahren die längste aller Maßnahmen im Sanierungsfahrplan — der Fenstertausch ist hier eher eine Komfort- als eine reine Wirtschaftlichkeitsfrage.

Deutlich attraktiver wird er in Kombination mit einer Wärmepumpe: Niedrigere Vorlauftemperaturen brauchen eine gut gedämmte Gebäudehülle, um effizient zu funktionieren. Wer ohnehin auf eine Wärmepumpe umsteigt, sollte den Fenstertausch in der Gesamtplanung mitdenken, statt ihn isoliert zu bewerten.

Worauf beim Angebot achten?

Entscheidend ist nicht nur der U-Wert der Verglasung (Ug-Wert), sondern der U-Wert des gesamten Fensters inklusive Rahmen (Uw-Wert) — ein schlecht gedämmter Rahmen kann eine gute Verglasung zunichtemachen. Für die §35c-Förderfähigkeit gilt ein Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K).

Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf den g-Wert (Energiedurchlassgrad) bei südseitigen Fenstern — er beeinflusst, wie viel Sonnenwärme im Winter passiv genutzt werden kann, ohne im Sommer zu überhitzen.

Häufige Fragen zum Fenstertausch

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