Kostenloser Tarifwechsel, rund 15 % günstiger als Haushaltsstrom — voraussetzt einen separaten Wärmepumpen-Zähler.
Ein spezieller Wärmepumpen-Stromtarif ist günstiger als der normale Haushaltsstromtarif, weil Netzbetreiber Wärmepumpen-Strom getrennt erfassen und dafür reduzierte Netzentgelte berechnen — im Gegenzug akzeptiert der Wärmepumpen-Betreiber kurze, vom Netzbetreiber gesteuerte Sperrzeiten (meist 2 Stunden am Stück, maximal 3-mal täglich), in denen die Wärmepumpe nicht laufen darf.
Dank des im Gebäude eingebauten Wärmespeichers oder der thermischen Trägheit des Hauses ist dieser Komfortverlust in der Praxis kaum spürbar — die Sperrzeiten werden vom Netzbetreiber bewusst kurz und planbar gehalten.
Für einen separaten Wärmepumpen-Stromtarif braucht es einen eigenen Stromzähler für die Wärmepumpe, getrennt vom Haushaltsstromzähler. Bei vielen Neuinstallationen wird dieser Zweitzähler direkt mit eingebaut — bei bestehenden Anlagen kann er nachgerüstet werden, was zusätzliche Kosten verursacht.
Netzbetreiber verlangen außerdem ein Steuerungsgerät (Rundsteuerempfänger oder Smart Meter mit Steuerbox), über das die Sperrzeiten technisch umgesetzt werden — dies ist in der Regel Teil der Standard-WP-Installation und verursacht keine separaten Zusatzkosten.
Die Ersparnis von rund 15 % gegenüber dem normalen Haushaltsstromtarif macht sich bei Wärmepumpen direkt im Geldbeutel bemerkbar, da der Stromverbrauch einer Wärmepumpe deutlich höher liegt als der reine Haushaltsverbrauch — typischerweise 3.000–6.000 kWh pro Jahr zusätzlich. Bei diesen Verbrauchsmengen ergibt eine 15-prozentige Ersparnis schnell mehrere hundert Euro pro Jahr.
Wichtig für die Gesamtrechnung: Dieser Tarif wirkt zusätzlich zu allen anderen wärmepumpenbezogenen Einsparungen (vollständiger Wegfall von CO₂-Bepreisung und Bio-Quote) — er ist eine separate, ergänzende Optimierung des laufenden Betriebs.
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